Die NAJU-Adleraugen

Die NAJU in Erftstadt ist eine der ältesten NABU-Jugendgruppen in NRW. Gegründet im Jahr 1990 in einer Garage am Lechenicher Stadtwall, hat sie seit 1998 ihre Heimat im Umweltzentrum Friesheimer Busch in Erftstadt-Friesheim. Die Jugendhütte ist ihr Zuhause. Dort trifft sich die Gruppe alle zwei Wochen freitags, außer in den Ferien.

Mitmachen können bei den NAJU-Adleraugen, wie sie sich nennen, Jungen und Mädchen ab 9 Jahren.

Kontakt:

Gisela Wartenberg 

Tel.02235-71464 

[email protected]

Die neuen Termine 2026: 

Freitag, 6. März, 16.30 - 18.30 Uhr: Amphibienwanderung - jede Kröte zählt

Freitag, 20. März, 16.30 - 18.30 Uhr: Kräuter, Sträucher und Bäume sprießen, Kontrolle Kräuterspirale

Freitag, 17. April, 16.30 - 18.30 Uhr: Wildblumen in Töpfe setzen für Tag der Offenen Tür, Kartoffeln

Samstag, 9. Mai, ab 14.00 Uhr: Vorbereitung für den Tag der Offenen Tür

Sonntag, 10. Mai, 11.00 - 17.00 Uhr: Tag der offenen Tür

Freitag, 22. Mai, 16.30 - 18.30 Uhr: es krabbelt überall

Freitag, 5. Juni, 16.30 - 18.30 Uhr: Thema folgt

Freitag, 19. Juni, 16.30 - 18.30 Uhr: Schmetterlinge

Freitag, 3. Juli, 16.30 - 18.30 Uhr: Thema folgt

 

Freitag, 17. Juli, 16.30 - 18.30 Uhr: Letztes Treffen vor den Ferien mit Lagerfeuer und Grillen

 

Themenabweichungen sind möglich.


Müllsammeln der NAJU Erftstadt: Ein Grill und viele Flaschen

Am vergangenen Freitag (20.02.2026) sammelte die NAJU-Gruppe Abfall rund um den Friesheimer Busch. Mit viel Eifer kamen vier Eimer mit Flaschen, ein Grill und fünf Säcke Restmüll zusammen. 

 

Vielen Dank an Kinder, Eltern und Désirée vom NABU, die an diesem Nachmittag die Gruppe begleitet hat. 


Und erstens kommt es anders …

Wie immer hatte Gisela Wartenberg für das jeweilige Halbjahr einen Terminplan gemacht, aber dann: Schon lange hatten die Adleraugen sich einen Ausflug gewünscht, und die Mutter von Paul, Leon und Charlotte hatte schon alles organisiert für den Besuch auf einem Schulbauernhof bei Blankenheim am 10. Mai – da kam wenige Tage vorher die Absage vom Bauern.

 

Zum Glück gab er uns die Adresse vom Hasenberghof in Kronenburg / Eifel, und am 4. Oktober um 8.00 Uhr ging es mit drei Elterntaxis los. 

Trotz Regen waren alle begeistert. Hier einige Kommentare der Kinder: „Letztens haben wir einen Ausflug zum Hasenberghof gemacht. Der Hasenberghof ist ein Gnadenhof, der viele Tiere hat. Am tollsten waren für mich die Pferde.“ „Ich fand den großen Hund, der Piet hieß, toll und das Kälbchen.“ „Kein Tier wird geschlachtet. Manche konnte man füttern oder streicheln – Hühner, Pferde, Kühe, Schafe.“ „Außerdem wohnte auf dem Hof eine Katze, die Klara hieß.“ „Wir durften den Pferdestall ausmisten und den Schweinen das Futter zubereiten. Zu jedem Tier wurde eine Geschichte erzählt.“ 

Auf dem Hasenberghof
Auf dem Hasenberghof

Nach vier Stunden waren alle hungrig. Im Restaurant am See war ein Tisch reserviert. Danach ging es zur Burgruine Kronenberg. Gegen 17.00 Uhr waren alle wieder glücklich in Friesheim.

 

Ein bisschen wie ein Bauer fühlten wir uns auch beim Kartoffeln setzen im NABUnten Garten. Dabei hatten es nur wenige ins Umweltzentrum geschafft, weil wegen einer Bombenentschärfung in Bliesheim viele Straßen im Umkreis voll gesperrt waren. Geerntet werden die Kartoffeln üblicherweise bei der Erntewerkstatt. Konstantin konnte später der NAJU berichten, dass die dickste Kartoffel 380 g wog. 

Weil längst nicht alle Kartoffeln im Beet Platz fanden, haben wir wie jedes Jahr die restlichen Knollen in Töpfe gesetzt und am Tag der Offenen Tür im Mai verkauft, neben Margeriten und Sonnenblumen.

 

Kartoffel pflanzen
Kartoffel pflanzen

Was sonst noch passierte:

Das Jahr starten wir immer mit der Teilnahme an der „Stunde der Wintervögel“, dieses Mal sogar bei Schnee. Danach wollten wir Meisenknödel herstellen. Und als uns die Körner-Fettmasse zu flüssig war, hat Mia den Topf einfach im Schnee eingegraben, bis die Masse sich formen ließ.

Für den Vogel des Jahres 2025, den Hausrotschwanz, bauten wir Halbhöhlen. Die tollen Bausätze hat uns Willi Rothbuir aus der UMNET-Werkstatt gefertigt. Im November wurden wieder die Nistkästen gereinigt.

Mit Otmar und Susanne und vielen Eltern wurde Anfang März der Müll rund um das Umweltzentrum gesammelt. Karl-Heinz Jelinek nahm sich mit uns im Juni „Zeit für Schmetterlinge“. Hans-Joachim Kühlborn ging mit uns auf die Suche nach Tierspuren. Im Oktober haben wir Apfelsaft gepresst. Pina erzählt: „Man musste erst mal die Äpfel häckseln und dann in einen Presskorb schütten. Dann kam der leckere Saft aus der Presse und wir konnten ihn probieren. Alle durften 0,5 Liter Apfelsaft mit nach Hause nehmen.“

Nebenbei wurde die Kräuterspirale weiter gepflegt, das Gestrüpp rund um die NAJU-Hütte und die Tümpel entfernt und um unsere kleine Fichte das hohe Gras entfernt. Leider ist ihr etwas Schlimmes passiert: Im Frühjahr war sie wunderbar gewachsen, war fast zwei Meter hoch. Aber während der Sommerferien hat ein Übeltäter mit dem Messer die Spitze zerhackt. Nun versuchen wir, einen anderen Zweig zur Spitze hochzubinden. Wer tut so etwas Dummes? Wir werden sie trotzdem wieder zur Waldweihnacht mit einer Lichterkette schmücken! Und am letzten Freitag vor Weihnachten bei Kerzenlicht, Apfelpunsch und Spielen feiern, dass die NAJU-Adleraugen seit 35 Jahren da sind – egal, was passiert!

 

Auch für das neue Jahr 2026 haben wir viele Ideen. Kommt vorbei, wenn ihr Spaß und Interesse an der Natur habt und mindestens 8 Jahre alt seid. Wir treffen uns jeden zweiten Freitag von 16.30 bis 18.30 Uhr in der NAJU-Hütte im Umweltzentrum Friesheimer Busch. Vielleicht geht es euch dann so wie Pina, die meint: „Ich bin seit Anfang des Jahres bei den Adleraugen dabei. So kann ich sagen, dass es mir dolle Spaß macht.“

 

Kontakt: Gisela Wartenberg

Tel. 02235–7 14 64, E-Mail: [email protected]

 

Bilder: NABU Rhein-Erft

(2026)

 


Stunde der Wintervögel 2025

Kinder und Eltern der NAJU bei der Stunde der Wintervögel
Kinder und Eltern der NAJU bei der Stunde der Wintervögel

Wie jedes Jahr, nahmen die NAJU-Adleraugen an der Zählung der Wintervögel teil. Dafür begann die Gruppenstunde extra eine halbe Stunde früher, also um 16.00 Uhr - schließlich wird es früh dunkel. Dank des Schnees war es dieses Mal länger hell - eben eine richtige Stunde der Wintervögel! Sechs Kinder und vier Erwachsene, ausgerüstet mit Fernglas und Zählhilfe, notierten alle Vögel, die sie erkennen konnten nach Art und Anzahl: 1 Rotkehlchen, 2 Kohlmeisen, 2 Amseln, 1 Feldsperling, 2 Blaumeisen, 2 Ringeltauben, 1 Eichelhäher, 4 Stieglitze, 2 Kolkraben und 32 Rabenkrähen.

 

 

Schneeofen
Schneeofen

 

Rabenkrähen haben wir schon in den vergangenen Jahren in großer Zahl gesehen. Sie sammeln sich immer kurz vor dem Dunkelwerden und fliegen gemeinsam in ihr Nachtquartier im Wald.

 

Anschließend haben wir noch Futterglocken und Meisenknödel hergestellt. Denn bei geschlossener Schneedecke brauchen die Vögel unsere Hilfe. Wir erhitzten Pflanzenfett und Schmalz und vermischten es mit reichlich Körnern. Aus Versehen war uns das Fett zu flüssig geworden. Aber Mia hatte eine tolle Idee: Sie nannte es "Schneeofen". Sie stellte den Topf in den Schnee und häufte rund um ihn Schnee auf. Schon bald war das Fett wieder so fest, dass wir Meisenknödel formen konnten. Einige Kinder hatten auch noch ihre Futterglocken mitgebracht. Im November hatten wir die Tontöpfe mit der gleichen Futtermischung gefüllt. Einige waren inzwischen leer gepickt und wurden nun neu befüllt.

Fotos und Text: Gisela Wartenberg


Naturschutzjugend: Da staunten sogar die Adleraugen

Die Adleraugen, eine der Naturschutz-Jugendgruppen in Erftstadt, trafen sich am 08. November im Umweltzentrum in Erftstadt. Zehn Kinder staunten nicht schlecht: Julian Simons, unser neuer Spinnen-Experte hatte einige Überraschungen im Gepäck. Die Kinder wussten zwar schon einiges über Spinnen, aber Julian konnte natürlich viel mehr über die Spinnenwelt berichten.

Leere Spinnenhüllen

 

Spannend wurde es, als er sogenannte Exoskelette von Vogelspinnen auspackte, die die Spinnen in der Wachstumsphase mehrfach abwerfen. Nach anfänglicher Zurückhaltung der Kinder trauten sich am Ende alle, die Skelette in die Hand zu nehmen und die einzelnen Körperteile aus nächster Nähe zu bestaunen.  

 

Spinnen mit Wackelaugen

 

Die Adleraugen machten sich dann daran, aus kleinen Holzstückchen, Draht und Wackelaugen lustige Spinnen zu basteln. Eine hatte sogar acht Augen bekommen, so wie viele der echten Spinnen in der Natur … und die Kinder staunten nicht schlecht, als Julian zwei große lebende Vogelspinnen in den Raum brachte. Eine davon hatte ihr Terrarium mit einem kunstvoll gesponnenen Netz fast ausgefüllt. Die Kinder verfolgten aufmerksam die Fütterung. Etwas träge waren die Spinnen wegen der Temperaturschwankungen während des Transports schon, aber am Ende hatten sie ihre Beute dann doch fest im Griff.

Der Plan: Die Lehrerin erschrecken

 

Julian freute sich über die vielen Fragen der Kinder und ihr Interesse, mehr über diese Tiere und Haltung zu erfahren. Am Ende durften alle Kinder ein Skelett und ihre gebastelte Spinne mit nach Hause nehmen. Leider entzieht es sich unserer Kenntnis, ob die Kinder ihre Pläne, ihre Lehrerin mit dem Skelett zu erschrecken, dann auch umgesetzt haben, aber vielleicht erfahren wir es bei dem nächsten Treffen der Adleraugen.