Willkommen beim NABU Rhein-Erft

Der NABU Rhein-Erft wurde 1971 gegründet und ist mit über 4.000 Mitgliedern der größte Naturschutzverband in unserem Kreisgebiet. Wir verstehen uns als Anwälte für die Belange der Natur besonders im Rhein-Erft-Kreis und stellen unsere Fachkompetenz Behörden, Politikern und allen Institutionen zur Verfügung, die mit Eingriffen in den Naturhaushalt befasst sind.

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Aktuelle Meldungen

Volksinitiative Artenvielfalt: Anhörung durch den Umweltausschuss

Logo Volksinitiative Artenvielfalt

Am 27. Oktober, 18 Uhr, findet die gesetzlich vorgeschriebene Anhörung der Vertrauensleute der Volksinitiative durch den Umweltausschuss des Landtags statt (Raum E3-A02, Landtag). Die Anhörung wird laut Landtagsverwaltung möglicherweise als Live-Stream im Internet übertragen.

 

Hintergrundinfo: Die Initiatoren der Volksinitiative Artenvielfalt NRW fordern die Landespolitik auf, den Schutz der Artenvielfalt endlich ganz oben auf die Agenda zu setzen. Im Vorfeld der für den kommenden Mittwoch angesetzten gesetzlich vorgeschriebenen Anhörung der Vertrauensleute der Volksinitiative durch den Umweltausschuss des Landtags fordern der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), die Landesgemeinschaft Naturschutz und Umwelt (LNU) und der Naturschutzbund Deutschland (NABU) verbindliche Maßnahmen zum Stopp des Artenschwundes und für mehr biologische Vielfalt.

 

„Die Zeit des Redens muss endlich vorbei sein. Jetzt zählen nur noch Taten“, so BUND, LNU und NABU. Es reiche nicht, den Erhalt der biologischen Vielfalt als größte umweltpolitische Herausforderung neben dem Klimawandel zu beschwören und Artenvielfaltkonferenzen zu veranstalten. Vielmehr müsse jetzt ein verbindliches Handlungsprogramm Artenvielfalt NRW beschlossen und über Gesetze, Verordnungen und Programme umgesetzt werden.

 

Die Kritik der Verbände richtet sich auch an Umweltministerin Heiner-Esser, die zwar fordert, die Artenvielfalt als gesamtgesellschaftliche Aufgabe zu leben, mit ihrer Politik aber das Gegenteil bewirke. Jüngstes Beispiel dafür sei die Abschwächung des erst im Sommer auf Bundesebene verabschiedeten Insektenschutzpaketes. Danach soll es Landwirten in NRW auch künftig in bestimmten Fällen möglich sein, Pestizide in Naturschutzgebieten auszubringen. Die Volksinitiative Artenvielfalt fordert hingegen den wirksamen Schutz der Schutzgebiete - und dort ein umfassendes Verbot von chemisch-synthetischen Pestiziden und leichtlöslichen Mineraldüngern. Auch in Bezug auf das notwendige Verbot der insektenfeindlichen sogenannten Schottergärten setze die Ministerin auf Freiwilligkeit anstatt eines rechtsverbindlichen Stopps. 

Mehr Infos zur Volksinitiative: www.artenvielfalt-nrw.de

 

NABU Rhein-Erft unterstützt Naturpark-Garten im Löhrerhof in Hürth

Eröffnung Naturpark-Garten Quelle: Maja Röse
Eröffnung Naturpark-Garten Quelle: Maja Röse

Am  8. Oktober 2021 hat der Naturpark Rheinland den „Naturpark-Garten“ am Löhrerhof in Alt-Hürth, dem Sitz der Geschäftsstelle des Naturpark Rheinland eröffnet.

 

Der „Naturpark-Garten“ ist ein Projekt des LVR-Netzwerks Landschaftliche Kulturpflege, 

das über einen Zeitraum von einem Jahr durchgeführt wird. Ziel des Projektes ist es 

den Garten des Löhrerhofes in einen naturnahen Garten umzugestalten. Damit soll der 

wertvolle Lebensraum und das Kulturlandschaftselement der Streuobstwiese erhalten und zum anderen die Möglichkeit für umweltpädagogische Kurse geschaffen werden. 

 

Der Garten in drei Teile:  den Bereich der Wildblumenwiese, den Bereich für die Umweltbildung mit verschiedenen  Elementen wie etwa Insektenhotel, Bienenstock, Trockenhecke und Feldbrandstein-Hochbeet und dem dritten Bereich der Streuobstwiese mit verschiedenen alten Obst- und Nussbaumgehölzen.

 

Durch die enge Zusammenarbeit zwischen Naturpark, Biologischer Station Bonn/Rhein-Erft e.V. und dem NABU Rhein-Erft e.V. unter anderen durch Dr. Bernhard Arnold, war es möglich, die Arbeiten kurzfristig umzusetzen.

 

Als Abschluss der Maßnahmen wurde eine „Ananas-Renette“, eine alte Apfelsorte aus der  Region, gepflanzt.

Erfolgreiche Apfelernte!

Apfelernte des NABU Rhein-Erft

Die Aktiven des NABU Rhein-Erft haben an zwei Sonntagen Äpfel auf den Streuobstwiesen geerntet. In der kommenden Woche liefert der NABU an eine Mosterei zum Saftpressen. Bald gibt es wieder Saft zu kaufen!

Quelle: NABU Rhein-Erft

Einheitsbuddeln als Geburtstagsfeier!

Thordis und ihre Geburtstaggäste pflanzen Bäume  Quelle: Knop
Thordis und ihre Geburtstaggäste pflanzen Bäume Quelle: Knop

Thordis Knop hat sich an ihrem Geburtstag für die Natur in Hürth engagiert.  Sie erzählt uns von ihrer Aktion: 

Dieses Jahr habe ich mir etwas Besonderes für meinen Geburtstag überlegt. Ich wollte mit meinen Freunden und Freundinnen  Bäume pflanzen gehen. Eine Frau vom NABU hat mir dabei geholfen. Sie hat mir vom Einheitsbuddeln am 3.10. erzählt, und dann war ich mit meinen Freunden da. Wir waren 14 Kinder, und dazu kamen auch noch andere. Ein paar von uns hatten einen Spaten dabei. Wir hatten zwei Stunden Zeit um 100 Bäume einzupflanzen. Leider waren wir schon nach 40 Minuten fertig. Es hat sehr viel Spaß gemacht, weswegen wir noch um die Bäume herum Blumen gestreut haben. Viele von uns wollen nächstes Jahr wieder an der Aktion teilnehmen.

Der NABU Rhein-Erft sagt: Vielen Dank!

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NABU und LBV rufen zur Wahl des Vogel des Jahres auf

Quelle:  NABU/F. Derer/M. Schäf
Quelle: NABU/F. Derer/M. Schäf

Nach der Wahl ist vor der Wahl: Ab heute lassen der NABU und sein bayerischer Partner, der LBV (Landesbund für Vogelschutz), den Vogel des Jahres 2022 zum zweiten Mal öffentlich wählen. Jeder und jede kann unter www.vogeldesjahres.de mitbestimmen, wer der neue Jahresvogel wird.

 

„Bei der ersten öffentlichen Wahl hatten sich über 455.000 Menschen beteiligt und das Rotkehlchen zum Vogel des Jahres 2021 gekürt – eine überwältigende Beteiligung“, so NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller, „Wir freuen uns sehr, dass das Interesse an Naturschutz und der heimischen Vogelwelt so groß ist und legen darum die Vogelwahl auch für die kommenden Jahre in die Hände aller, die mitentscheiden wollen.“

 

In Deutschland leben 307 Vogelarten. Damit die Wahl etwas erleichtert wird, haben die Vogelkundler des NABU fünf Arten ausgesucht, unter denen abgestimmt werden kann. Für den Jahresvogel 2022 ins Rennen gehen: Bluthänfling, Feldsperling, Mehlschwalbe, Steinschmätzer und Wiedehopf. 

 

„Jeder der fünf Vögel steht für ein Naturschutzthema, das unsere Aufmerksamkeit braucht“, so Miller, „So sind mit Mehlschwalbe, Steinschmätzer und Wiedehopf gleich drei Zugvogelarten auf der Wahlliste. Zugvögel leiden besonders stark unter dem Klimawandel, da sie auf intakte Verhältnisse an mehreren Orten der Welt angewiesen sind.“

 

Der Wiedehopf ist mit seinem langen Schnabel und seinen orangefarbenen Scheitelfedern der optisch spektakulärste Kandidat. Er lebt bevorzugt in besonders warmen Gegenden in Deutschland, etwa am Kaiserstuhl in Baden-Württemberg. Als Profiteur des Klimawandels kehrt er in den letzten Jahren aber auch wieder nach NRW zurück. Der NABU NRW unterstützt den Wiedehopf als seinen Kandidaten für den Titel „Vogel des Jahres 2022“. Denn dieser auffällige Vogel macht auf mehrere dringliche Themen des Naturschutzes aufmerksam: Die Art wäre deutlich häufiger, wenn es mehr halboffene Landschaften mit vielen Insekten gäbe, wie Streuobstwiesen, Weideflächen oder pestizidfreie Weinberge. Der NABU NRW plant aktuell ein Projekt zum Schutz des Wiedehopfes. Vorab wurden in diesem Frühjahr bereits 10 Wiedehopf-Nistkästen in Münster angebracht.

 

Die Mehlschwalbe hat als Insektenfresser und Gebäudebrüter zwei Probleme, die ihren Bestand gefährden: Durch das Insektensterben hat sie weniger Nahrung zur Verfügung. Zudem werden ihre Nistplätze etwa bei Gebäudesanierungen entfernt. Ihr Wahlkampfslogan lautet darum: „Mieterschutz für Vögel!“

 

Der Steinschmätzer ist wie auch die Mehlschwalbe ein Langstreckenzieher und mit 30.000 Kilometern Jahreszugstrecke rekordverdächtig unter den Singvögeln. Vom Aussterben bedroht ist diese Art bei uns, weil sie immer weniger Lebensraum zur Verfügung hat. Der Steinschmätzer braucht offenes, vegetationsarmes Gelände. Darum geht er mit dem Slogan „Mut zur Brache!“ ins Rennen.

 

Den Feldsperling dürfte jeder und jede schon einmal gesehen haben. „Er hat sich wie auch der Haussperling den Menschen angepasst und lebt häufig in unseren Siedlungen. Die Spatzenart hat nach der Brutzeit ein ausgeprägtes Sozialverhalten, die Vögel versammeln sich dann gern in Sträuchern. Der Feldsperling brütet in Baumhöhlen oder Nistkästen und fordert auch deshalb: „Ohne Gehölz, ohne mich!“

 

 Sein gruseliger Name täuscht: der Bluthänfling ist kein Greifvogel sondern eine kleine Finkenart mit roter Brust und einer Vorliebe für vegetarische Kost, wie Körner, Samen und Früchte. Sein Bestand ist gefährdet, weil er in monotonen Ackerlandschaften keine Heimat findet. Er fordert für seinen Brutplatz: „Mehr Hecken zum Verstecken!“

 

Am sofort ist das virtuelle Wahllokal unter www.vogeldesjahres.de freigeschaltet. Bis zum Vormittag des 18. November kann abgestimmt werden. Noch am selben Tag wird der Sieger bekanntgegeben. Der „Vogel des Jahres“ wurde in Deutschland erstmals im Jahr 1971 gekürt. Seit 2021 wird er durch eine öffentliche Wahl bestimmt.

 

 


Termine NABU Rhein-Erft

Coronabedingt können Veranstaltungen ausfallen. Bitte wenden Sie sich daher vor dem Termin an die Kontaktperson. Vielen Dank für Ihr Verständnis. 

Weitere Termine für den Rhein-Erft Kreis gibt es bei:
Umweltzentrum Erftstadt

Biologische Station Bonn/Rhein-Erft

Naturpark Rheinland