Blumen im Rhein-Erft-Kreis

Die Blume des Jahres 2017 : Der Klatschmohn (Papaver rhoeas LINNÉ)

Von Birgit Schnell

Aquarell: W.Schnell
Aquarell: W.Schnell

Blume des Jahres 2017 ist der Klatschmohn (Papaver rhoeas).

Er gehört zur Familie der Mohngewächse (Papaveraceae). Der Klatschmohn ist eine einjährige bis zweijährige krautige Pflanze, die in Getreidefeldern, auf Wiesen und an Wegen auf kalkhaltigen Lehmböden zu finden ist und mit dem Blütenstiel bis zu 90 cm hoch wird. Schön anzusehen ist ihr Blütenstand. Auf einem behaarten Stiel trägt sie die typischen roten Blüten.

Die Kronblätter der Blüten haben unten einen schwarzen, manchmal weiß umrandeten Fleck. Blütezeit ist von Mai bis Juli. Die Blüten locken Insekten an, beispielsweise Bienen. Die Pflanze enthält einen Milchsaft, der giftig ist. Nach der Blüte bildet sie die Samenkapsel, die kleine dunkle Samenkörner enthält. Nach der Reife entstehen kleine Öffnungen und der Wind schüttelt die Samen aus der Kapsel und verbreitet sie.

Der Klatschmohn ist unter verschiedenen Namen bekannt. Dazu gehören die Bezeichnungen Mohnblume und Klatschrose. Der Name Klatschmohn kommt daher, dass früher Kinder beim Spielen die roten Blütenblätter auf dem Handrücken zerplatzen ließen, was ein klatschendes Geräusch machte.

 

Der Klatschmohn wurde von der Loki Schmidt Stiftung zur Blume des Jahres 2017 gewählt, auch um auf die Schutzwürdigkeit des Lebensraumes der Ackerwildpflanzen hinzuweisen. Dieser Lebensraum der Getreideäcker zählt laut Stiftung flächenmäßig zu den wichtigsten Ökosystemen in Deutschland. Doch die meisten Ackerwild-pflanzen werden durch den Einsatz moderner Technik und von Spritzmitteln in der Landwirtschaft an den Rand des Aussterbens gebracht.

 

Im Rhein-Erft-Kreis ist er noch verbreitet. In der Veröffentlichung „Flora von Kerpen und Umgebung“ von Walter Zenker und Heinz-Werner Schmitz, herausgegeben vom NABU Naturschutzbund Rhein-Erft, sind mehrere Standorte angegeben. So wuchs der Klatschmohn auf Äckern, frischen Erdaufschüttungen, an Böschungen und auf Schuttplätzen.