Die Naturschutzjugend berichtet - Adleraugen

2016

 

Bist du regelmäßiger Leser des NABU-Info? Dann erinnerst du dich vielleicht an das letzte Bild im Bericht über die „Adleraugen“: Alle in Aufbruchstimmung! Nach und nach verlassen sie das Nest, den Adlerhorst, weil nach dem Abitur das Studium beginnt, in Heidelberg, Gummersbach, Freiburg, Köln....

 

Aber das heißt nicht, dass der Horst leer bleibt. Einigen Teilnehmern der Ferienwerkstätten hat es so viel Spaß gemacht, dass sie bei den „Adleraugen“ weitermachten. Es könnten aber durchaus noch einige mehr werden. Denn wie heißt es bei der NAJU? Die Natur ruft – wir sind die Antwort! Wir wollen die Natur kennenlernen, erforschen, entdecken. Dann wissen wir auch, wie man ihr helfen kann.

 

Zum Beispiel an unseren zwei kleinen Teichen neben der NAJU-Hütte, wo uns den ganzen Sommer ein großer grüner Frosch die Treue hielt, Larven von Molchen und Libellen umherschwammen und Bienen zum Trinken kamen. Im Februar und März mussten wir einen Teich gründlich reinigen. Im Laufe der Zeit war er total zugewachsen und voller Steine. Tim, Jakob, Martin und Hannah mussten sich ganz schön abplagen. Doch jetzt fühlen sich die Tiere wieder wohl, haben ausreichend Platz.

 

Am Friesheimer Busch liegt unser größter Teich. Weil es in diesem Sommer lange Trockenzeiten gab, waren wir froh, dass dank der Folie immer Wasser im Teich war. Abdrücke im Schlamm zeigten, dass viele Tiere auch zum Trinken hierher kamen. Die vielen Kaulquappen hat das nicht gestört. In einer Pfütze am Weg dorthin sahen wir Laichschnüre von Kröten in tollen Mustern.

 

Unsere Trockenmauer daneben war im Sommer total von Disteln und Brennnesseln zugewuchert, so dass wir im Frühherbst sie vom Bewuchs befreiten, damit die Eidechsen sich wieder schön auf den warmen Steinen sonnen können.

Foto: Silke Wartenberg – Beim Obstwiesenfest waren Waffeln und Apfelringe von der Naturschutzjugend sehr gefragt.
Foto: Silke Wartenberg – Beim Obstwiesenfest waren Waffeln und Apfelringe von der Naturschutzjugend sehr gefragt.

Später hatten wir viel Spaß bei der Apfelernte.

 

Spannend war die Kontrolle der Nistkästen im Umweltzentrum. Warum hatten die Meisen die Eier nicht ausgebrütet? Ob sie gestört wurden? Jedenfalls wollen wir jetzt einige neue Kästen bauen und sie um die NAJU-Hütte herum aufhängen.

 

Beim Tag der Offenen Tür und vor allem beim Obstwiesenfest waren alte und neue NAJUs ein tolles Team. So schnell, wie die Waffeln und Apfelringe weggingen, konnte kaum der Teig nachgeliefert werden. Über 160 Eier – eine Spende der Burg Redinghoven – haben wir verbacken. Der Duft vermischte sich mit dem Rauch der Feuerstelle, wo es Stockbrot gab.

 

Im neuen Jahr planen wir einige Ausflüge, z.B. zu den Wildgänsen am Niederrhein und gehen auf Entdeckungstouren rund um das Umweltzentrum Friesheimer Busch. Mal sehen, welche Überraschungen die Natur uns bietet.

 

Wenn du auch Lust hast, bei uns mitzumachen – wir treffen uns jeden zweiten Freitag von 16.30 – 18.00 Uhr an der NAJU-Hütte im Umweltzentrum Friesheimer Busch. Termine findest du auf unserer Homepage. Du kannst auch anrufen oder mailen.

Kontakt:

Gisela Wartenberg 

Tel.02235-71464 

 

gisela.wartenberg@nabu-rhein-erft.de