NABU-PRESSEINFO
Auch Naturschützer sind ganz schön jeck!
Der NABU feiert seinen 111. Geburtstag
„Das muss gefeiert werden und das ein oder andere Schnäpschen ist sicher fällig, denn der NABU hat Geburtstag“, berichtet Gisela Wartenberg, 1. Vorsitzende des NABU Kreisverbandes Rhein-Erft.
Der NABU (Naturschutzbund Deutschland e. V.) besteht offiziell am 1. Februar 2010 genau 111 Jahre. Man könne stolz auf Lina Hähnle sein, die Fabrikantengattin, die am 1. Februar 1899 in einer damals noch reinen „Männerwelt“ den Vorsitz des damaligen Bundes für Vogelschutz Deutschland übernahm. In der stark zersplitterten Naturschutzszene wird sie zu einer wichtigen Integrationsfigur. Am Ende führt Lina Hähnle ganze 38 Jahre lang den Verband, aus dem später der NABU wird, erläutert die Kreisverbandsvorsitzende: „Auch auf die vielen Aktiven des NABU, die bundesweit vor Ort in Ortsgruppen und Kreisverbänden mit ihrer oft Schweiß treibenden Arbeit für Natur und Landschaft kann der NABU mit Recht stolz sein“.
Im Fokus stand damals der Kampf gegen die Vogeljagd. Heute ist der NABU der mitgliederstärkste Umweltverband, der in allen umweltpolitischen Bereichen engagiert ist. Mehr als 1.400 Mitglieder zählt der Kreisverband Rhein-Erft-Kreis und Gisela Wartenberg ist vor allen Dingen stolz auf die vielen ehrenamtlich Aktiven, die eine erfolgreiche Naturschutzarbeit vor Ort erst ermöglichen.
Der Schutz von Arten- und Lebensräumen ist ein zentrales Thema für den NABU. Seit letztem Jahr läuft eine bundesweite Kampagne mit dem Titel „Fast weg“ und dient dazu, den Artenschutz bewusster zu machen. Auch im Rhein-Erft-Kreis hat der NABU Poster plakatiert, auf denen Wolf und Storch aus dem Bild zu huschen drohen – „Sinnbild dafür, dass sie bald aus der Landschaft verschwinden, wenn wir so weiter machen, wie
bisher“, klagt Gisela Wartenberg.
Mit der Initiative Countdown 2010 wurde ein Netzwerk aktiver Partner ins Leben gerufen, die die Ursachen des Biodiversitätsverlustes gemeinsam angehen. Seit 2007 ist der NABU Rhein-Erft Mitglied in diesem Netzwerk, und er hat beispielhaft drei Gebiete mit hoher Artenvielfalt, die er betreut, als Artenschutzprojekt gemeldet: Das NSG Ehemaliges Munitionsdepot Friesheimer Busch, die Lange Heide in Erftstadt-Bliesheim und die ehemalige Kiesgrube in Erftstadt-Herrig.
„Diese Gebiete sind Leuchttürme für den Erhalt der biologischen Vielfalt. Doch um den Artenrückgang wirklich aufzuhalten, muss mehr geschehen, an vielen Orten“, so Wartenberg.
Erweiterungspläne des Freitzeitparks
„Phantasialand“
in den Villewald
NABU Rhein-Erft lädt zum Rundgang durch das betroffene Gebiet ein
Treffpunkt ist der Parkplatz Schnorrenberg. Fachleute des Naturschutzbundes (NABU) Rhein-Erft führen die Interessierten durch das Gebiet und erläutern die vielfältige Bedeutung dieser Kulturlandschaft für Brühl und Umgebung.
Die Termine für die Wald-Begehungen finden ganzjährig statt. In der Sommerzeit: jeden 2. Freitag im Monat um 18:00 Uhr. In der Winterzeit: jeden 2. Sonntag im Monat um 14:00 Uhr.

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