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OBSTWIESENFEST 2011
Das Timing für das 11. Obstwiesenfest mit Tag der alten Nutztierrassen des NABU Rhein-Erft am 9. Oktober 2011 war perfekt, zumindest was das Wetter anging. Am Vortag noch kräftige Schauer, am Morgen nach Frühnebel strahlender Sonnenschein bis in den frühen Nachmittag, und kurz nach 16.00 Uhr, dem Ende der Veranstaltung, Nieselregen, der zunehmend stärker wurde.
Obwohl die Straße von Friesheim nach Bliesheim bis zur Kiesgrube als zusätzlicher Parkraum gesperrt war, wurde es schon gegen Mittag angesichts der Besuchermassen eng. Die Veranstalter konnten wie auch schon in den Vorjahen rund 5.000 Gäste begrüßen, die ein abwechslungsreiches und spannendes Programm geboten bekamen.
Highlights waren, wie immer, die Vierbeiner. Auf den Wiesen am Eingang grasten die Skuddenschafe und Walliser Schwarzhalsziegen des NABU Rhein-Erft. Eine ganze Reihe Schafzüchter rahmte den Weg an der Wiese, auf der die Vorführungen stattfanden. Einer der Höhepunkt war die Wahl der „Miss Friesheimer Busch“, die das Coburger Fuchsschaf, ohne Namen, aus der Zucht von Willy Ganser für sich entscheiden konnte. Die Hütehundvorführung mit den Bordercollies hat auch nach vielen Jahren nichts von ihrem Reiz verloren. Die Pausen zwischen den Präsentationen füllten die Halter von zahlreichen Kaltblutpferden verschiedener Rassen. Sie zeigten ihre Geschicklichkeit beim Rückem von Baumstämmen - im Forst zunehmend erwünscht - da diese Methode schonender ist als Maschineneinsatz und beim Abschleppen der Wiese. Auch der Spaß kam nicht zu kurz: auf einem leuchtend gelben Eisenschlitten konnten sich mehr als 10 Personen von dem rund 900 kg schweren Kraftpaket "Wotan", einem belgischen Kaltblut, ziehen lassen. Etwas abseits standen Koniklpferde, eine zierliche robuste Rasse, die in der Landschaftspflege eingesetzt wird. Die Bentheimer Landschweine hatten ihren Stammplatz unter den Eichen bei der Cafeteria. Direkt nebenan konnte man nach dem Motto "Erhalten durch Aufessen" leckere Würstchen aus dem Fleisch dieser Rasse probieren. Wer es gern etwas kleiner haben wollte: Das "Edelkrebsprojekt NRW" und die "Amphibien- und Reptiliengruppe Rhein-Erft-Kreis" zeigten in Aquarien und Terrarien scheue und seltene Wasser- und Waldbewohner. Und die Hornissen in der Eiche und am Schafstall gaben sich laut Aussage des DRK friedlich. Die vom NABU Rhein-Erft mit einer Plakette prämierten Schwalbenfreunde wurden durch die Vorsitzende Gisela Wartenberg geehrt. Im Anschluss überreichte Stefanie Breuer von der VR-Bank Rhein-Erft eG dem NABU Rhein-Erft anlässlich des 40-ten Jubiläuns eine Spende.
Das Obst von den NABU-eigenen Streuobstwiesen konnte man auf verschiedene Weise prüfen: Pur als Gewinn bei der Tombola oder einfacher durch Kauf. Mehr als ein Dutzend verschiedener alter Arten standen zur Auswahl: "Champagnerrenette", "Kaiser Wilhelm", "Schöner von Nordhausen", "Danziger Kantapfel", "Rheinischer Bohnapfel", "Roter Eiser" usw. - im Handel ist keine dieser köstlichen Arten erhältlich. Ein Teil wurde auch gleich vor Ort verarbeitet. Das Apfelmus zu den Reibekuchen war zwar in der Vorwoche gekocht worden, aber Apfelsaft gab es frisch aus der restaurierten 90-jährigen Obstpresse. Die NAJU Erftstadt brutzelte köstliche Apfelringe im Teigmantel, während die NAJU Frechen neben der Waffelbäckerei den Bau von Vogelnistkästen anbot. Wer eine kurze Auszeit nehmen wollte, konnte eine halbstündige Planwagenfahrt durch das Naturschutzgebiet "Ehemaliges Munitionsdepot Friesheimer Busch" machen. Weitere Infos zu diesem einmaligen Naturschutzrefugium gab es bei der Biologischen Station Bonn und natürlich am Stand der NABU-Naturschutz- und Landschaftspflegestation, die dieses Gebiet pflegt. Wie man die Wolle der Skuddenschafe verarbeitet, zeigten die Spinnerinnen, die am Nachmittag auch zum Filzen einluden.Gleich gegenüber der imposante Stand der Föno mit über 100 Obstsorten, und wer einen Apfel bestimmt haben wollte, konnte dies beim Pomologen tun. Wie die Milch aus der Kuh kommt, durften Besucher an der künstlichen Kuh probieren. Was es sonst noch gab: Die Vereine im Umweltzentrum, Imker, Jäger und UNKE hatten ihre Räume geöffnet. Regionale Bioanbieter boten ihre Waren an, Forst, Naturpark Rheinland und die Kreisverwaltung informierten ebenso wie ADFC und Naturstrom. Nur eins wurde zum Ende knapp: Cafeteria und Reibekuchenstand waren gegen 15.00 Uhr ausverkauft. Mit dem Andrang hatte man nach dem Wetterbericht nicht gerechnet. Auch das Stockbrot ging reißend weg. Der Federweiße aus der Pfalz reichte zum Glück bis zum Schluss und sorgte für beschwingte Gemüter. Rund 80 NABU-Aktive und Helfer waren am Ende müde und geschafft, aber froh, das ihr Fest wieder einmal so große Resonanz gefunden hatte.
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Wer und was ist bei der Naturschutzarbeit versichert? Bin ich auch geschützt, wenn ich auf dem Weg in die Vorstandssitzung einen Unfall erleide?

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