HOMEBedrohung biologischer Vielfalt Nachruf W. Zenker oo
!!! Die biologische Vielfalt ist bedroht !!!
Das Jahr 2010 ist das internationale Jahr der biologischen Vielfalt. Die Bundesregierung hat schon 2007 eine umfassende Strategie zur biologischen Vielfalt verabschiedet, die in den nächsten Jahren umgesetzt werden soll. Wichtige Akteure bei den Bemühungen um die biologische Vielfalt sind die Städte und Gemeinden in Deutschland.
Am 3. Februar 2010 haben 30 Kommunen, das Bundesamt für Naturschutz und die Deutsche Umwelthilfe im Rahmen eines Dialogforums "Biologischen Vielfalt in Kommunen" in Bonn diskutiert, wie die Städte und Gemeinden ihren Beitrag zum Erhalt der biologischen Vielfalt verbessern können. Bei der Diskussion wurde deutlich, dass es in vielen Kommunen eine Bereitschaft gibt, sich für den Erhalt der biologischen Vielfalt einzusetzen. Andererseits stellten insbesondere die Vertreterin des Städte- und Gemeindebundes sowie der Vertreter des Deutschen Städtetages klar, dass die Kommunen zum Ausbau entsprechender Aktivitäten aber auch finanzielle und fachliche Unterstützung von der Bundes- und Landesebene benötigen.
Gemeinsam wurde der Text für eine Deklaration erarbeitet, mit der die unterzeichnenden Kommunen ihren Willen bekunden, sich für die biologische Vielfalt in Deutschland einzusetzen. In die Deklaration wurde auch die Idee aufgenommen, ein kommunales Bündnis für biologische Vielfalt zu gründen. Städte und Gemeinden würden sich bundesweit in diesem Bündnis zusammenschließen und sich gemeinsam für den Erhalt der biologischen Vielfalt einsetzen. Von Seiten des Bundesamtes für Naturschutz und der Deutschen Umwelthilfe wurde zugesagt, sich darum zu bemühen, noch im Laufe des Jahres einen Kongress zu organisieren, bei dem das angestrebte Bündnis offiziell zum Leben erweckt wird.
Die ersten Kommunen haben bereits auf dem Dialogforum mitgeteilt, dass sie die Deklaration umgehend zeichnen werden, weil sie die Erhaltung der biologischen Vielfalt als wichtiges Ziel erkannt haben, um ihre Städte und Gemeinden auch für künftige Generationen lebenswert und attraktiv zu erhalten und zu gestalten.
Als nächster Schritt wird am 22. Mai 2010, dem internationalen Tag der biologischen Vielfalt, durch eine gemeinsame Pressemitteilung der Deutschen Umwelthilfe und des Bundesamtes für Naturschutz veröffentlicht. In die Pressemitteilung werden alle Kommunen aufgenommen, die die Deklaration bis dahin unterzeichnet haben!
Wir laden hiermit alle Kommunen in Deutschland dazu ein, sich mit den Inhalten der Deklaration vertraut zu machen und würden uns freuen, wenn die darin formulierten Ziele auch Unterstützung durch Sie und Ihre Kommune finden würden. Falls Ihre Kommune Interesse an der Unterzeichnung der beiliegenden Deklaration hat, bitten wir Sie, diese den entsprechenden Gremien vorzulegen und die unterzeichnete Deklaration bis spätestens Montag, 17. Mai 2010 per Post oder Fax an die Deutsche Umwelthilfe in Radolfzell (Adresse und Faxnummer siehe unten) zu senden, damit es uns möglich ist Ihr Engagement in der oben erwähnten Pressemitteilung entsprechend zu würdigen.
Änderungen am Text der Deklaration sind dabei nicht möglich, da es gerade Ziel der Deklaration ist, ein gemeinsames Verständnis der Kommunen für den Erhalt der biologischen Vielfalt zu signalisieren und sich in diesem Sinne zukünftig intensiver auszutauschen und zu unterstützen.
Wir hoffen auf regen Zuspruch und freuen uns auf viele Kommunen, die durch ihre Unterzeichnung ihrem Engagement im Schutz der biologischen Vielfalt Nachdruck verleihen.
Robert Spreter
Deutsche Umwelthilfe e.V.<br>Bundesgeschäftsstelle Radolfzell
Fritz-Reichle-Ring 4,
78315 Radolfzell,
Telefon: +49 7732 9995 30<br>Telefax: 077329995 77
E-Mail: mailto:spreter@duh.de Homepage http://www.duh.de
Nachruf
Foto. G. Wartenberg |
Am 10. September 2009 verstarb unser langjähriges Mitglied Walter Zenker kurz vor seinem 84. Geburtstag nach längerer Krankheit. Das letzte Mal sprach ich mit ihm kurz vor der Jahreshauptversammlung im März 2009, auf der er für seine 30-jährige Mitgliedschaft im NABU geehrt werden sollte. Wegen seiner angeschlagenen Gesundheit musste er sein Kommen absagen. Naturkundliche, vor allem aber vogelkundliche Exkursionen mit ihm waren stets gut besucht. Bei seinen Streifzügen durch die Natur seit 1958, als er nach Kerpen zog, wo er bis zum Eintritt in den Ruhestand Lehrer an der Realschule war, sammelte er große Mengen an Daten der heimischen Fauna und Flora. |
Die Vogelwelt, ganz besonders die von ihm über Jahrzehnte betreute Graureiherkolonie im Kerpener Broich, zeitweise die größte in NRW, beschäftigte ihn ganz besonders. Folgerichtig erschien im Mai 2008 sein zweites Buch, „Vögel von Kerpen und Umgebung“. Herausgeber waren die Heimatfreunde der Stadt Kerpen. Sein drittes Buch über Pilze konnte er nicht mehr selbst vollenden.
Walter Zenker war Träger der Silbernen Ehrennadel des NABU. Wir werden seine leise, verbindliche, aber in der Sache konsequente Stimme sehr vermissen und sein Andenken in Ehren halten.
Gisela Wartenberg, Vorsitzende NABU Rhein-Erft

Blühende Landschaften
Der NABU gibt die 77 besten Tipps wie Sie unser Klima schützen können. Mehr
Wer und was ist bei der Naturschutzarbeit versichert? Bin ich auch geschützt, wenn ich auf dem Weg in die Vorstandssitzung einen Unfall erleide?

> 